Mit dem Auto nach Paris: Unsere Tipps!

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Yannic
27. Februar 2020
61 Bewertungen

Für die einen hört es sich an wir Stress pur, für andere ist es die mit Abstand bequemste Reisemöglichkeit: Eine Fahrt mit dem Auto nach Paris! In diesem Artikel zeigen wir euch alles, was es zu beachten gilt – von Kosten über Verkehrsregeln bis zum Parken in Paris. So seid ihr bestens gewappnet für eure Fahrt!

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Anreise nach Paris

Bevor ihr euch ins Pariser Verkehrschaos stürzen könnt, steht zwischen euch und der Seine-Metropole erstmal eine Strecke quer durch Deutschland und Frankreich. Folgendes gibt es dabei zu beachten!

Verkehr in Paris

Entfernungen und Strecken aus Deutschen Regionen

Je nachdem, wo ihr wohnt, kann nicht nur die nach Paris zurückzulegende Strecke ganz unterschiedlich ausfallen – auch die Routen unterscheiden sich deutlich.

  • Aus Norden kommend fahrt ihr in der Regel via Lüttich (Belgien) und in Frankreich weiter über die A2 und A1. Fahrtzeit ab Hamburg: ca. 9 Stunden.
  • Aus Süden kommend wählt ihr die Route über Saarbrücken oder Straßburg und folgt dann der A4 (via Metz und Reims). Fahrtzeit ab München: ca. 8 Stunden; Fahrtzeit ab Stuttgart: ca. 6 Stunden.
  • Aus Osten kommend ist die Strecke über Trier und Luxemburg eine Alternative. In Frankreich geht es auch hier weiter über die A4 Richtung Metz. Fahrzeit ab Leipzig: ca. 9 Stunden
  • Aus Westen kommend (Rhein-Ruhr) führt der Weg auch über Lüttich. Fahrzeit ab Köln: ca. 6 Stunden.
  • Aus den mittleren Regionen (Rhein-Main) bieten sich die Strecken über Straßburg oder Trier gleichermaßen an. Fahrtzeit ab Frankfurt: ca. 5-6 Stunden.

Kosten für Maut auf französischen Autobahnen

Alle französischen Autobahnen sind mautpflichtig. Beim Auffahren erhaltet ihr ein Ticket, beim Abfahren wird dieses an der Station eingelesen und der Betrag berechnet. Die Gebühren fallen je nach Fahrzeug und Strecke unterschiedlich aus, da es auch verschiedene Mautbetreiber gibt. Beispiel: Für die Strecke Straßburg-Paris solltet ihr mit rund 40 Euro Maut für einen PKW rechnen, für ein Wohnmobil werden gut 60 Euro fällig.

Unterschätzt die Kosten für Maut und Sprit nicht – sie beeinträchtigen die Reisekasse erheblich!

Tanken in Frankreich

Beachtet bei der Kalkulation eurer Kosten auch die Tatsache, dass der Sprit in Frankreich deutlich teurer ist als in Deutschland. Führt eure Strecke über Luxemburg, tankt ihr nochmals auf – in unserem kleinen Nachbarland ist Benzin sehr günstig. Müsst ihr in Frankreich tanken, wählt die speziellen Zapfsäulen an den großen Supermarktketten wie Hypermarche – hier liegt der Preis pro Liter bis zu 25 Cent unter dem, den ihr an der „Markentankstelle“ zahlt.

Triumphbogen Kreisverkehr

Autofahren in Paris: Eine besondere Herausforderung

Habt ihr den Großteil der Fahrt hinter euch gebracht, folgt der Abschnitt, der viele Besucher vor einer Anreise nach Paris mit dem Auto zurückschrecken lässt: der dichte Verkehr der französischen Hauptstadt.

Boulevard périphérique – die Stadtautobahn von Paris

Der Boulevard périphérique (kurz BP) ist die große Ringautobahn von Paris. Sie markiert zugleich die Grenze der Stadt, lediglich die Stadtwälder Bois du Boulogne und Bois de Vincennes liegen außerhalb der Schnellstraße. Der Ring ist rund 35 Kilometer lang und verfügt über 30 (!) Abfahrten ins Zentrum.

Das Verkehrsaufkomen auf dem Boulevard périphérique ist stets enorm.

Es gibt einen innern Ring, der im Uhrzeigersinn führt, und einen äußeren Ring, auf dem in entgegengesetzter Richtung gefahren wird. beide verfügen über je vier Fahrspuren. Beachtet, dass sich einfädelnde Fahrzeuge stets Vorfahrt haben! Zudem herrscht eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h.

Ringautobahn Paris

Regeln im Pariser Verkehr

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit im Stadtverkehr beträgt, wie bei uns auch, 50 km/h. Zudem gilt ein striktes „Rechts vor links“, egal wie großer oder klein die Straßen erscheinen mögen. Achtet bei eurer Routenplanung auch darauf, möglichst keine der sogenannten Axes rouges zu den Stoßzeiten zu erwischen – dies sind die besonders stauanfälligen Straßen. Ansonsten gilt: Passt auf! Der Pariser Verkehr ist nicht umsonst berühmt-berüchtigt. Selbst wer in Deutschland regelmäßig im Großstadtverkehr unterwegs ist, wird hier ein ganz neues Stresslevel kennenlernen.

Auch für erfahrene Autofahrer ist der Pariser Verkehr eine Herausforderung!

Umweltplakette CRIT’Air

Paris ist, wie auch die meiste deutschen Großstädte, eine Umweltzone. Sie beginnt bereits auf dem Boulevard périphérique. Es wird zwischen fünf unterschiedlich „schädlichen“ Fahrzeugklassen differenziert; je nach aktueller Lage der Verschmutzung können sie, die niedrigen Klassen voran, vom verkehr ausgeschlossen werden. Die Plakette könnt ihr bequem vor eurer Abreise online bestellen (Achtung, Lieferzeiten bis zu 30 Tage) und an gleicher Stelle wie die deutsche Plakette in der Scheibe anbringen.

Stau in Paris

Parken in Paris – die besten Tipps

Seid ihr am Ziel angekommen, fehlt nur noch eins zum Glück: der perfekte Parkplatz! Wer sich hier nicht richtig vorbereitet hat, wird ganz schön ins Schwitzen kommen. Einen Parkplatz in Paris zu finden ist nämlich die Suche nach der Nadel im Heuhaufen! Wer kein Hotel mit Parkplatz gebucht hat, sollte sich also informieren.

Parken auf den Straßen von Paris

Parkplätze am Straßenrand sind in Paris besondere Mangelware. Und wenn sich mal eine Lücke auftut, ist diese meist teuflisch eng – und Beulen vorprogrammiert, den für die meisten Franzosen ist das Auto ein reiner Gebrauchsgegenstand. Zudem ist das Parken meistenorts auf 2 Stunden beschränkt – bei einem Preis von 4 Euro pro Stunde. Solltet ihr dennoch auf den Straßen von Paris parken wollt, achtet darauf, in keiner gelb markierten Zone zu stehen. In diesen Halteverbots- bzw. Ladezonen werdet ihr schnell abgeschleppt.

Parken im Parkhaus

Die Pariser Parkhäuser sind nicht nur schmal, hoch und eng – sondern auch teuer stets voll. Bis zu 35 Euro pro Tag sind hier die Regel. Klingt zunächst nicht verlockend, ist mit der richtigen Planung aber eine der besten Alternativen! Denn über den Anbieter Parclick könnt ihr euch euren Wunschparkplatz bereits vorab reservieren. Ihr habt dann nicht nur garantiert einen Platz im Parkhaus eurer Wahl, sondern spart auch erheblich im Vergleich zu den Vor-Ort-Tarifen!

Kreuzung in der Stadt

Parken am Stadtrand und in Vororten

Eine beliebte Alternative ist auch das Parken am Stadtrand in der nähe von Metro- und RER-Stationen. Es gibt viele große Park & Ride-Plätze, hier zahlt ihr in der Regel nur die Hälfte des für ein Parkhaus in der City anfallenden Tarifs. Eine kostenlose Option ist das Parken auf den offenen Straßen der Pariser Vororte – wovon wir euch jedoch abraten. Es kommt regelmäßig zu aufgebrochenen Türen und eingeschlagenen Scheiben, insbesondere bei ausländischen Autos.

Parken in Paris – Zusammenfassung

Hier nochmal auf einen Blick zusammengefasst, welche Möglichkeiten zum Parken in paris empfehlenswert sind:

  • Parkhäuser nutzen (insbesondere mit Reservierung über Parclick)
  • Parken am Stadtrand auf ausgewiesenen (kostenpflichtigen) P+R-Plätzen
  • Hotelgarage oder Parkplatz nutzen
  • Parken auf offener Straße im Stadtgebiet
  • Parken auf offener Straße in den Vororten

Fazit: Lohnt sich die Fahrt mit dem Auto nach Paris?

Die Antwort auf diese Frage ist: ja und nein. Reist ihr als Familie oder als Gruppe, könnte das Auto eine Alternative für die Anreise nach Paris sein, da ihr im Verhältnis zu einzelnen Bahn- oder Flugtickets Geld spart. Jedoch sollte der Fahrer dabei einigermaßen stressresistent sein – und vor allem die Parkplatzsituation vor Ort geklärt.

Durch die Fahrt mit dem Auto nach Paris lässt sich nur bedingt Geld sparen.

Reist ihr mit nur zwei Personen an, sind die summierten Kosten aus Maut, Sprit und parken oft so hoch, dass sich die Fahrt mit dem Auto nach Paris nicht lohnt. Es ergibt sich kein finanzieller Vorteil, dafür ist es stressig und langwierig. Anders ist die Situation natürlich, wenn ihr plant, vor Ort mehrere Ausflüge zu unternehmen. Dann kann sich die Anreise mit dem Auto durchaus lohnen – nicht nur für Familien.

Über den Autor
Yannic

Mit 16 war ich das erste Mal in Paris. Seitdem komme ich immer wieder an die Seine! Auch wenn sich seitdem einiges in der Stadt verändert hat, bleibt vieles gleich: zum Beispiel der spektakuläre Ausblick vom Butte Montmartre, die Erhabenheit des Eiffelturms oder das bunte Treiben im Marais. Gerne möchte ich mit meinen Tipps und Empfehlungen dafür sorgen, dass auch eure (erste) Paris-Reise unvergesslich wird!

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