Sacré-Coeur: Die schönste Basilika von Paris!

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Yannic
17. Januar 2020
43 Bewertungen

Beinahe wie ein Disney-Schloss thront die schneeweiße Basilika Sacré-Coeur hoch über dem Kultviertel Montmartre. Sie zählt neben dem Louvre und dem Eiffelturm zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt – und wer selbst hier war, weiß auch sofort, warum! Wir nehmen euch mit auf eine Entdeckungstour und geben euch alle Infos zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen & mehr!

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Auch wenn Sacré-Coeur (übersetzt soviel wie „Heiliges Herz“) erst seit gut einenmJahrhundert vom „Butte“ aus über die Pariser wacht, prägt sie das Leben in und um Montmarte wie kaum eine andere Pariser Attraktion. Gerade im Sommer sind die Wiesen zu Füßen der Basilika ein beliebter Treffpunkt. Warum die Pariser diese Kirche lieben, und was ihr als Besucher beachten solltet, erfahrt ihr hier.

Geschichte von Sacré-Coeur

Der Bau der Kirche begann erst im Jahr 1875. Den symbolträchtigen Ort, 140 Meter hoch über der Stadt, wählte der Erzbischof von Paris. Unter anderem sollte die Kirche der Erinnerung an die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges dienen. Der Entwurf aus weißem Travertinstein, der im Laufe der Jahre heller anstatt dunkler wird, setzte sich gegen über 70 Mitbewerber durch.

Sacre Coeur von unten

Der Stil der Kirche wird als romanisch-byzantinisch bezeichnet, da sie von vielen orientalischen Elementen geprägt ist. Als Vorbild diente unter anderem die Hagia Sophia in Istanbul. Irreführend ist die Bezeichnung von Sacré-Coeur als „Basilika Minor“ – denn der Aufbau entspricht nicht einer Basilika, sondern einer Kreuzkirche.

Bei Regen tritt aus dem Travertinstein Kalk aus, wodurch die Kirche stets heller wird!

Die für den Oktober 1914 vorgesehene Weihe konnte aufgrund des beginnenden Ersten Weltkrieges nicht stattfinden. Erst 1919 wurde die Kirche schließlich dem „Heiligen Herzen Jesu“ geweiht. Die Arbeiten an den Kunstvollen Verzierungen im Inneren dauerten allerdings noch bis in die Mitte der 1920er Jahre an.

Sacré-Coeur de Montmartre besuchen

Wann könnt ihr Sacré-Coeur besuchen, wie viel kostet der Eintritt, und wie gelangt ihr am besten dort hin? Auf all diese Fragen haben wir natürlich die Antwort für euch!

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Öffnungszeiten von Sacré-Coeur

Wie auch der Eiffelturm ist Sacré-Coeuer an jedem Tag des Jahres für Besucher geöffnet – und zwar von 6 Uhr morgens bis 22.30 Uhr abends. Für die Kuppel gelten gesonderte Öffnungszeiten, die wir euch weiter unten aufgeführt haben.

Beste Besuchszeit

Da es sich um eine der der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt handelt, ist hier natürlich stets viel los. Wie bei allen großen Sehenswürdigkeiten ist es daher besonders empfehlenswert, seinen Besuch am frühen morgen oder späten Abend einzuplanen – besonders in der Hochsaison.

Gottesdienste und Messen

Aus eigener Erfahrung können wir sagen: Ein besonderer Höhepunkt einer Paris-Reise ist der Besuch von Sacré-Coeur während eines Gottesdienstes. Denn bei Chorgesang und Orgelspiel herrscht in der majestätischen Basilika Gänsehaut-Garantie.

  • Montag bis Donnerstag: 7.00, 11.15, 18.30 und 22.00 Uhr
  • Freitag: 7.00, 11.15, 15.00, 18.30 und 22.00 Uhr
  • Samstag: 22.00 Uhr
  • Sonntag: 7.00, 11.00, 18.00 und 22.00 Uhr

Sacre Coeur Paris

Eintrittspreise für Sacré-Coeur

Wie für alle französischen Kirchen ist auch der Eintritt zu Sacré-Coeur kostenlos. Dies gilt jedoch nur für das Kirchenschiff an sich. Wer in die Krypta hinabsteigen oder die Aussicht von der Kuppel genießen möchte, muss zahlen. Durch Kombi-Tickets könnt ihr dabei noch ein paar Euro sparen.

Erwachsene
Ermäßigt (4 – 16 Jahre)
Basilika
kostenlos
kostenlos
Krypta
3 Euro
2 Euro
Kuppel
6 Euro
4 Euro
Krypta und Kuppel
8 Euro
5 Euro

 

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Anfahrt zur Basilika Sacré-Coeur

Um zur Basilika zu gelangen gibt es zahlreiche Wege. Mehrere Metro-Stationen liegen in unmittelbarer Nähe. Das einzige Problem: Allesamt liegen sie zu Füßen des Butte Montmartre. Zwar ist ein Spaziergang durch die Gassen des Viertels oder das Erklimmen der steilen Stufen direkt vor der Kirche für körperlich fitte Besucher kein Problem – dennoch gibt es Möglichkeiten, den Weg auf den Hügel bequemer zu bestreiten:

  • 1. Mit der Metro 2 zur Haltestelle Anvers und weiter mit dem Funiclaire

Der offiziell empfohlene Weg zu Sacré-Coeur führ über die Metro-Station Anvers. Von hier aus sind es nur wenige Schritte, bis ihr vor den Steilen Stufen steht, die gerade hinaus zur Basilika führen. Doch zusätzlich habt ihr die Möglichkeit, eines der ausgefallenstes Gefährte der Stadt zu nutzen: Der Funiclaire genannte Schrägaufzug zieht sich mit 2 Kabinen den Hang hinauf. Der Preis für die Fahrt: ein Metro-Ticket, dass ihr euch direkt am Schalter hier lösen könnt. Aber Achtung – zu Stoß- und Hochzeiten ist hier natürlich viel los!

  • 2. Mit der Metro 2 oder 12 zur Haltestele Pigalle und weiter mit dem Bus

Durch die engen Gasse von Montmartre kommt kaum ein öffentliches Verkehrsmittel – mit Ausnahme des elektrischen Montmartrobus! Dieser bringt euch z.B. ab der Metro-Station Pigalle bis hoch zum Place du Tertre – dem bekannten Künstlerplatz des Viertels. Sacré-Coeur ist von hier aus nur einen entspannten Bummel entfernt!

  • 3. Mit der Metro 2 zur Haltestelle Blanche und weiter mit dem Touristenzug

Ebenfalls an der Linie 2 liegt die Haltestelle Blanche – in unmittelbarer nähe zum Moulin Rouge. Von hier aus fährt ein ganz besonderes Gefährt: der „Petit Train de Montmartre“ – eine Bimmelbahn, die euch für rund 6 Euro entspannt direkt zum Place de Tertre bringt.

Sehenswertes der Basilika Sacré-Coeur

Nicht nur die schneeweiße Travertin-Fassade von Sacré-Coeur besticht mit ihrer Schönheit – auch im Inneren kommen Besucher selten aus dem Staunen heraus. Gleiches gilt natürlich auch für den Blick von der Kuppel!

Mosaike in der Basilika

Sacre Coeur Mosaik

Eine Besonderheit von Sacré-Coeur: Im Innenraum gibt es weder Wand- noch Deckenmalereien. Alle Verzierungen bestehen aus fein gearbeiteten Mosaiken. Besondere Beachtung solltet ihr dem Mosaik über dem Altar schenken: Es zählt mit beinahe 500 Quadratmetern Fläche zu den größten Deckenmosaiken der Welt! Es zeigt Jesus Christus nach seiner Auferstehung. Sein goldenes, heiliges Herz strahlt dabei in alle Richtungen. Gesäumt wird er von Schutzpatronen Frankreichs, wie der Heilgen Maria oder Jeanne d’Arc.

Mächtiger Glockenturm

Der hinter der Kirche befindliche Glockenturm wartet mit einem weiteren Superlativ auf – denn er beherbergt die größte Krichenglocke Frankreichs. Sage und schreibe 19 Tonnen wiegt die „Savoyarde“ genannte Glocke, bei einem Durchmesser von 3 Metern. Beinahe 30 Pferde wurden benötigt, um sie den Butte hinauf zu bekommen. Zudem besitzt Sacré Coeur noch vier weitere Glocken, die alle ebenfalls weibliche Namen tragen.

Ausblick von der Kuppel

Ausblick von Sacre Coeur

ihr findet die Aussicht von den Stufen vor Sacré-Coeur aus schon sensationell? Dann solltet ihr es euch nicht entgehen lassen, die 300 Stufen bis zur Kuppel ebenfalls zu erklimmen. Enge, verschlungene Wege und Wendeltreppen gilt es zu absolvieren, diese sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Doch die Mühe lohnt, denn von hier oben gibt es im Prinzip keinen Winkel der Stadt, den ihr nicht sehen könnt!

Der Eingang zum Aufstieg liegt außerhalb der Basilika, links vom Haupteingang. Daher gelten auch gesonderte Öffnungszeiten:

  • Mai bis September: täglich von 8.30 bis 20 Uhr
  • Oktober bis April: täglich von 9 bis 17 Uhr

Die außergewöhnliche Orgel

Die außergewöhnliche Orgel von Sacré-Coeur war eigentlich gar nicht für eine Kirche konzipiert, sondern für private Zwecke: Der Auftraggeber war ein Baron, der das Instrument in sein Schloss in Biarritz einbauen lassen wollte. Erst die Nachkommen verkauften das gute Stück an die Baumeister von Sacré-Coeur.

Über den Autor
Yannic

Mit 16 war ich das erste Mal in Paris. Seitdem komme ich immer wieder an die Seine! Auch wenn sich seitdem einiges in der Stadt verändert hat, bleibt vieles gleich: zum Beispiel der spektakuläre Ausblick vom Butte Montmartre, die Erhabenheit des Eiffelturms oder das bunte Treiben im Marais. Gerne möchte ich mit meinen Tipps und Empfehlungen dafür sorgen, dass auch eure (erste) Paris-Reise unvergesslich wird!

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